So, nachdem ich doch eine ziemlich lange Zeit wieder in Christchurch war, habe ich endlich wieder meinen Hintern hochbekommen. Ich habe mich auf den Weg gemacht, nach Akaroa zu fahren. Das ist etwa 2 Stunden sued-oestlich von Christchurch. Akaroa ist ein erloschener Vulkan. Allerdings sind die Spuren schon ziemlich gut verwischt. Man sieht es halt noch an der Form:

Akaroa selbst ist ein kleines Hafenstaedchen. Die Stadt gab mir nicht so viel her. Ich empfand sie mehr als das Naherholungszentrum fuer alle Wassersport begeisterten Christchurchler. Eben so wie die Muenchner Seen das Naherholungsgebiet der Muenchner sind.
Ich wollte unbedingt zum Onuku Farm Hostel (http://www.onukufarm.co.nz/). Ich habe diese Empfehlung von Erina bekommen. Sie hat auf dieser Farm auch schon mal als Wooferin (ja, man schreibt das mit zwei 'o') gearbeitet und mir vorgeschwaermt, wie schoen das dort ist. Nun, sie hat nicht uebertrieben. Ich habe auf dieser Farm 11 Naechte verbracht. Fuer mich war dieser Ort eine wahre Oase und die beste Zeitverschwendung der letzten zwei Wochen. Warum? Darum:
Am ersten Tag nach meiner Ankunft sind wir gleich mal Pauas fangen gegangen. Pauas, in Australien nennt man sie auch Abalone, sehen aus wie Muschel Sie haben allerdings nur eine Schale und nicht zwei. Deswegen sind es wohl auch keine Muscheln, sondern Schnecken. Ich hoffe, den Biologen dreht es jetzt nicht den Magen um nach meiner Begruendung. Jedenfalls muss man nach Pauas tauchen. Die haengen naemlich an Steinen auf dem Meeresgrund herum. Sie fuehlen sich anscheinend so ab etwa drei Meter richtig wohl.
Damit jetzt nicht jeder Doedel daher kommt und einfach Pauas mitnimmt, hat man Regeln festgelegt, wie gross Pauas mindestens sein muessen, bevor man sie ernten darf. Das macht auch Sinn, denn andernfalls haben die jungen Pauas keine Chance, nachzuwachsen. Sie muessen mindestens 12,5cm lang sein. Da sind sie dann schon mindestens drei Jahre alt. Und man darf sie nicht mit Tauchgeraeten ernten. Maximal Schnorchel und Flossen sind erlaubt.
Da ich nicht wusste, wie sie schmecken, habe ich gedacht, dass wir mal so drei Stueck ernten. Also rein ins Wasser und Pauas geholt. Jedenfalls in der Theorie. Das erste Problem war schon mal das Untergehen. Ich hatte meinen Nassanzug an und der gibt maechtig Auftrieb. Ertrinken ist damit unmoeglich. Leider hatte ich keinen Bleigurt dabei. Also habe ich mir drei Steine in den Anzug gesteckt. Das war aber immer noch nicht genug. Erina hat mir dann den Tipp gegeben, mich an dem Seegras herunterzuziehen. Klingt einfach. Ist es auch, wenn man Seegras mag. Ich hatte ehrlich gesagt Schiss. Ja ich weiss, ich bin ne Memme. Aber mir war das Zeug unheimlich. Aber es half ja nichts.

Nachdem Erina bereits die zweite Paua hochgebracht hatte, wollte ich endlich auch eine haben. Also am Seegras gezogen und abgetaucht. Und da war auch eine. Nun sind Pauas leider nicht doof. Wenn sie merken, dass sich jemand naehert, dann saugen sie sich so richtig gegen den Felsen. Und dann haengt man dann unter Wasser, und zerrt an den Tierchen rum. Bis, ja bis einem die Luft fast ausgeht. so gings mir das erste mal. Das zweite mal war ein bisschen besser. Ich habe die Paua einfach mit samt dem Stein hochgeholt. Ueber Wasser habe ich sie dann vom Stein geloest. Und ja, sie war gross genug. Mein erster Fang. Eine der beiden Pauas von Erina mussten wir zurueck bringen, weil sie zu klein war. Also haben wir uns noch eine dritte gekrallt.

Tja, und jetzt wurde es richtig unangenehm. Es galt, die Paua von ihrer Schale zu loesen. Und das ist eine ziemlich eklige Sache. Man muss mit dem Daumen zwischen Tier und Schale. Jepp, das ist genau so wie es sich anhoert. Ich hoffe auch, es ist fuer das Tier nicht zu schmerzhaft. So richtig wohl dabei war mir nicht. Aber da musste ich durch. Das sah dann so aus:


Man muss naemlich nicht nur die Schale abbekommen, man muss dann auch noch die Eingeweide entfernen. Alleine dabei ist mir der Appetit leicht vergangen. Aber es half ja nichts. Augen zu und durch. Am Ende hat man ein schwarzes Brikett in der Hand und das ist dann das Paua-Fleisch. Das haben wir dann mit Knoblauch gespickt und auf den Grill geworfen. Also ehrlich gesagt war ich nicht so begeistert von dem Geschmack. Es ist etwas gummig und schmeckt kaum. Ich fuer mich habe nach dieser einmaligen Erfahrung genug. Es hat Spass gemacht, nach den Pauas zu tauchen. Aber der Rest war nicht so der Bringer.
Am naechsten Tag stand dann Schwimmen mit den Hector-Delfinen auf dem Plan. Die Hector-Delfine sind mit 1,50 Metern die kleinsten ihrer Art und kommen auch nur in Neuseeland vor. Ich wollte unbedingt mit den Delfinen schwimmen gehen. Schon in Australien habe ich gesehen, wie schoen es ist, wenn Mensch und Tier sich so nahe kommen koennen. Und die Delfine sind ja nun bekannt, dass sie nette und/oder kranke Menschen moegen.
Los ging es um 7.45 Uhr in der frueh. Mit Nassanzug und Schnorchelutensilien ausgeruestet haben wir uns auf dem Jeep richtung Bucht begeben. Auch hier sieht man wieder die Unterschiede zu Deutschland. Wir sassen auf der Ladepritsche des Jeeps. Kein Gurt oder sonst was. Immerhin hatten wir gemuetliche Polster unter dem Hintern. In Deutschland waere so was unmoeglich. Leider! Das macht mir hier immer wieder Spass. Man ist nicht so verbissen. Was soll schon passieren. Wir sind ja nie wirklich schnell gefahren.
In der Bucht ging es rauf aufs Boot und etwa 30 Minuten raus aufs Wasser. Wir waren gerade mal 8 Leute. Das Boot gehoert uebrigens dem Hostel, was als einziges Hostel die Lizenz hat, um Touren zu den Hector-Delfinen zu machen. Staendig haben unsere beiden Begleiter, Jeff (Gruender des Hostels) und Mafi (eine Schweizerin, die schon lange in Neuseeland wohnt), Ausschau nach Delfinen gehalten. Und siehe da, wir fanden welche.
Zuerst haben wir nur geschaut, ob sie ueberhaupt beim Boot bleiben wollten. Gluecklicherweise wollten sie das. Also haben wir uns fertig zum schnorcheln gemacht und sind ins Wasser. Ich war gespannt, was passiert. Wie gesagt, Delfine suchen sich die Leute, die ihnen wohlgesonnen scheinen. Man weiss bis heute nicht, warum das so ist. Jedenfalls habe ich mir grosse Hoffnungen gemacht, dass sie zu mir kommen. Das schoene war, sie kamen wirklich. Und sie kamen sehr nahe. Manchmal war zwichen ihnen und mir gerade eine Hand breit. Man durfte sie ja leider nicht anfassen. Schade, aber ich kann es verstehen.




So habe ich versucht, ihnen hinterherzuschwimmen. Das ist natuerlich unmoeglich. Zum einen, weil die Delfine sehr schnell sind. Zum anderen, weil sie immer wieder abtauchen. Aber sie kamen immer wieder zurueck. Jedenfalls zu mir. Nachdem wir dann so etwa eine halbe Stunde Spass mit den Delfinen hatten sind diese dann irgendwann mal weiter geschwommen. So sind wir alle uebergluecklich an Bord gegangen. Jeff hat mir dann bestaetigt, dass die Delfine sich hauptsaechlich bei mir aufgehalten haben. Das hat mich natuerlich sehr gefreut.
Wir haben dann unsere Position veraendert und haben eine zweite Gruppe Delfine aufgespuert. Diese war noch zahlreicher und spielfreudiger. Natuerlich sind wir wieder ins Wasser. Auch diesmal haben sich die Delfine sehr nahe bei mir aufgehalten. Da es aber genug waren, haben die anderen auch ein paar abbekommen 
Es war ein herrliches Erlebnis. Das hat auch ueber die Tatsache hinweggetroestet, dass das Wetter nicht besonders gut war und auch die Sicht unter Wasser durch Schwebeteilchen eingeschraenkt war. Aber ich was froh darum, dass uns die Sonne nicht auf den Kopf gebrannt hat. Wenn man dann noch Nassanzuege anhat, kann das schnell unangenehm werden.
Wir haben uns nach der zweiten Delfingruppe erst mal bei warmen Tee und Keksen gestaerkt. Dann sind wir noch ein wenig mit dem Boot herumgeduest und haben uns die Spuren des alten Vulkanes angesehen. Kleine Grotten, steile Haenge, verbranntes Gestein, all das sind Zeugen darueber, dass es hier vor langer Zeit sehr unfreundlich zuging. Jetzt sind die Haenge schon fast wieder gruen und ueberdecken das braune, von der Sonne verbrannte Gras.

Was es auch noch gibt, sind jede Menge Seeloewen. Darunter auch einige Babies. So konnten wir den Jungen beim planschen zuschauen. Oder aber einer Seeloewen-Mutter, wie sie ihr Junges versorgt.


Nach dieser Extratour sind wir gemuetlich nach Hause geschippert. Dabei haben wir uns alle den Wind um die Nase blasen lassen. Einige von uns sahen ziemlich gechafft aus. Ich war einfach nur gluecklich.
Die naechsten zwei Tage haben wir sehr entspannt angehen lassen. Darum gibt es nichts Wesentliches zu berichten. Ausser vielleicht einer Sache: Erina und ich haben uns im Brot backen versucht. Nachdem wir im Point Break hostel in Christchurch die Brotbackmaschine eingeweiht haben, sind wir auf den Geschmack gekommen. Mir ging es naemlich so langsam auf den Wecker, kein gescheites Brot zu bekommen. Ich habe zum Glueck im lokalen Supermarkt ein gut essbares Baguette bekommen. Aber so richtig ueberzeugt war ich nicht. Also half nur selber machen.
Nun hatten wir hier aber keine Maschine. Aber es gab ja den guten alten Backofen. So haben wir ein bisschen rumexperimentiert und verschiedene Backrezepte ausprobiert. Nach ein paar Versuchen kam folgendes Baguette heraus:

Das gabs ab jetzt immer zum Fruehstueck. Es geht halt nichts ueber frisches Brot aus dem Ofen 
Auch die weiteren Tage standen ganz unter dem Motto Do-It-Yourself. Mein naechstes Ziel war, gruene Muscheln sammeln gehen. Darum wollten Erina und ich zusammen zu einer Bucht wandern, wo es Muscheln in rauhen Mengen gibt. Aber voher wollten wir die Aussicht auf Akaroa und Umgebung geniessen. Dazu mussten wir erst mal den Berg hoch.


Oben angekommen hat man dann einen wunderschoenen Ausblick auf Akaroa und die Umgebung. Leider war es ein bisschen bewoelkt. Aber das war schon o.k. Mir ist das lieber wie in der Sonne schmachten. Wahrscheinlich aus diesem Grund bin ich immer noch genau so kaesig weiss wie zu dem Zeitpunkt, an dem ich aus Muenchen abgereist bin. Sollte wohl oefters am Strand liegen.
Natuerlich macht so eine Wanderung hungrig. Darum haben wir uns aufgemacht, ein paar Muscheln zu sammeln. Und dafuer mussten wir uns sputen, denn bald war Ebbe. Also sind wir zuegig zur Fisching Bay. Die groessten Muscheln kann man naemlich nur bei Ebbe sammeln.


Das gemeine am Muscheln sammeln ist, dass die Muscheln immer da haengen, wo man nicht oder nur schwer dran kommt. In dieser Bucht war das Gestein ausserdem sehr rauh. Egal wo man hinfassen wollte gab es scharfe Kanten. Mam konnte sich also nicht mal kurz ueber die Felsen lehnen und Muscheln sammeln. An schwimmen war auch nicht zu denken. Die Stroemung haette einen permanent an die Felsen geschleudert. Da haette man schon sehr vorsichtig sein muessen.
Aber wir hatten ja unseren Freund, die Ebbe. Das Wasser sank so tief, dass die Muscheln greifbar waren. Also haben wir uns ordentlich bedient. Pro Kopf haben wir uns 12 Stueck geholt. Klingt nicht viel, oder? Nun ja, der Witz an diesen Muscheln ist, dass sie ordentlich gross werden. Wir haben keine genommen, die kleiner als meine Handflaeche war. Jepp, das ist gross. Aber seht einfach selber:


Eigentlich macht es keinen Sinn, selber nach Muscheln zu suchen. Man bekommt sie fuer 2,- Euro pro Kilo im Supermarkt. Ja, zwei Euro! Pro Person braucht man etwa 600gr Muscheln. Das macht etwa 1,20 Euro. Ich glaube, man findet in Neuseeland kein billigeres Essen, was auch noch so einfach zuzubereiten ist. Naemlich so:
1) Muscheln ein bisschen saeubern (Blinde passagiere zurueck ins Meer befoerdern)
2) Muscheln mit ein bisschen Wasser in einen Topf tun
3) So lange daempfen, bis sie den Schnabel aufsperren
Wer will kann ueber die Muschel Zitronensaft drueber giessen. Feinschmecker nehmen statt Wasser zum daempfen lieber Wein und ein bisschen Knoblauch. Aber mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ausser: Guten Appetit!

In den naechsten Tagen haben wir uns dann wieder der Brotbackkunst gewidmet und haben diese verbessert. Und wir haben jede Menge Zeit verschwendet. Naja, nicht gerade verschwendet. Einfach halt ausspannen, nachdenken und vor allem die Natur geniessen.
Zum Natur geniessen gehoert auch das Surfen. Ich habe mir in Christchurch ja ein Surfboard gekauft. Das wollte ich jetzt zum ersten mal ausprobieren. Und dazu ging es in die Hickory Bay. Das Problem an dieser Bucht ist, dass sie sehr abgelegen liegt. Das ist erst mal nichts Schlechtes. Aber abgelegen heisst auf Neuseelaendisch: die Strasse ist, mit Glueck, eine Schotterstrasse. Diese Strasse war ein guter Test fuer die Tauglichkeit meines Vans. Enge Kurven, Sand und Schotter haben dem Material nichst anhaben koennen. Manchmal waere ich trotzdem froh gewesen, ich haette Allrad-Antrieb. Das ist das einzige, was meinem Auto noch fehlt. Aber man kann nicht alles haben.

Vor den Surf hat der liebe Gott die Arbeit gesetzt. Und in der Hickory Bay hiess das, noch etwa 15 Minuten durch Feld und Wiese (mit Kuehen) wandern. Doch die Muehe hat sich gelohnt. Das Wetter war prima und der Surf auch. Als ob es die Wellen und das Bord gewusst haetten, habe ich den ersten Versuch gestanden und bis zum Strand durchgezogen. Einen besseren Start haette ich mir nicht wuenschen koennen. Und weil es beim ersten mal so gut ging, gleich nochmal. Oder? Ne, denkste. Der naechste war nichts. Aber dann! Nein, auch nichts. Dann? Naja, mehr schlecht als recht. Alles in allem kam ich dann auf einen 50% Schnitt. Sprich, jeden zweiten Versuch konnte ist stehen. Das langt mir erst mal.
Mittlerweile bin ich soweit, dass ich merke, wie gut eine Welle ist. Und ich merke, wann ich mein Gewicht verlagern muss, damit die Nase des Surfboardes nicht absaeuft. Alles in allem doch recht gut. Die naechsten Male versuche ich, das Board zu drehen. Tricks werde ich keine machen koennen. Dafuer ist das Board zu lang. Das macht aber nichts. Cool waere es natuerlich, wenn ich mal im Muenchner Eisbach surfen koennte. Aber da muss man schon gut sein. Oder ein langes Brett haben. Und das dann moeglichst nicht vor dem Kopf 
Ach ja, und so sieht mein board aus:


Nach soviel Muessiggang war es mal wieder Zeit, was zu "arbeiten". Also haben wir uns aufgemacht, Fische fangen zu gehen. Wir sind dazu wieder in die Bucht gegangen, von der wir auch die Muscheln haben. Unsere Angel bestand aus Angelschnur, ein paar Haken, ein paar Bleigewichten und Zuendkerzen. Ja genau, Zuendkerzen! Die sollten wir verwenden, wenn wir die Haken bis auf den Boden versenken wollten. Das habe ich dann auch gleich probiert und dabei einen Haken (inklusive Zuendkerze) verloren. Eins zu null fuer die Fische.
Erina hat es mit den leichten Gewichten probiert. Als Koeder haben wir Muscheln verwendet. Noch nicht mal zwei Minuten nachdem sie ihre "Angel" im Wasser hatte, hat ein Fisch angebissen. Ich dachte zuerst, sie veralbert mich. Aber nein, er hing zappelnd an der Schnur. Jetzt hat sich gezeigt, was fuer gute Angler wir waren.
Naemlich absolute Anfaenger! Wir sind beide wie die Huehner rumgerannt, weil wir nicht wussten, was machen mit dem Fisch. Wir wollten erst mal wissen, welcher Fisch es ist. Denn auch bei Fischen gibt es Vorschriften, wie gross sie sein muessen. Leider stand auf dem Fisch nicht drauf, was es fuer einer ist. Von der Beschreibung her konnten wir aber davon ausgehen, dass es der falsche ist. Also musste er wieder zurueck ins Meer. Diese Ehre viel dann mir zu. Naja, ich will mal hier nicht sagen, wie ich mich dabei angestelt habe. Ihr koennt es euch sicher denken.
Nachdem ich gesehen habe, wie einfach es fuer Erina war, wollte ich natuerlich auch einen haben. Also Schnur vorbereitet und Muschel als Koeder dran. Natuerlich ohne Schale.
Keine 10 Sekunden spaeter kamen die Fische an. Die schienen hungrig zu sein. Und sie waren nicht dumm. Sie haben das Muschelfleisch vom Haken runtergefressen. Leider war es auch das. Den Haken wollte keiner.
Waehrend ich da Muschel nach Muschel an die Fische verfuettert habe, mittlerweile stand es bei mir wohl 13:0, hat Erina ihr Glueck versucht. Ihr koennt es euch denken, was passiert ist: sie hat wieder einen Fisch rausgezogen. Und diesmal war es der richtige. Eine Lederjacke. Jepp, so heisst der. Diesmal waren wir weniger aufgeregt und haben auch daran gedacht, ein Bild zu machen. Und so sieht er aus:

Ich habe dann die ehrenvolle Aufgabe gehabt, ihn zu toeten. Einzelheiten will ich hier weg lassen. Ich sage nur so viel: mir tat der Fisch wirklich leid. Es waere besser gewesen, einen Fachmann dabei zu habe. Das Fangen des Fisches macht Spass. Aber in dem Moment, in dem der Fisch an Land gezogen wird, hoert bei mir der Spass auf. Ich kaufe lieber wieder Fischstaebchen. Quadratisch, praktisch gut.
Geschmeckt hat der Fisch prima. Wann bekommt man schon mal einen so frischen Fisch auf den Tisch. Dafuer hat es sich gelohnt. Und auch fuer die Tatsache, dass ich jetzt weiss, wo der Fisch herkommt. Naemlich nicht aus der Iglo-Packung. 
Den letzten Abend in Onuku Farm Hostel habe ich mit Steve und Anja, den beiden Managern, und mit Erina zusammen bei einem Fleischfondue gefeiert. Jau, ich habe ein Fondue-Set aufgetrieben. Leider haben wir es verbummelt, dies im Bilde festzuhalten. Das heisst aber nur, dass wir irgendwann einfach nochmal eines machen muessen. Ihr seht, ich versuche, dieses Stueck Kultur auch nach Neuseeland zu bringen. Ich wuenschte nur, ich haette einen Zuckerhut und die Metallspange fuer die Feuerzangenbowle mitgenommen. Das waere cool gewesen. Aber dafuer finde ich auch noch einen Weg.
Alles hat einmal ein Ende und so auch Akaroa. Ich habe mich wieder auf den Heimweg nach Christchurch gemacht. Wieder ins Point Break Backpacker hostel. Das ist wirklich meine Heimat in Neuseeland. Dort kommt auch meine Post hin
Auf dem Heimweg hat Akaroa nochmals alles gegeben, was es konnte. Und mit diesen Bildern will ich diesen Blog Eintrag abschliessen. Mehr demnaechst....


